Ashtanga Vinyasa Yoga

 

Ashtanga (Vinyasa) Yoga ist ein kraftvoller, dynamisch fließender und erfrischender Hatha Yogastil. Die Bewegung von einer Körperstellung zur nächsten folgt dem Rhythmus der Atmung. Die Abfolge ist festgelegt, während die einzelnen Körperübungen individuell angepasst werden.

Ashtanga Yoga ist sowohl eine umfassende Körperarbeit als auch eine Atem-Meditation in Bewegung. Ashtanga Yoga beruhigt den Geist und öffnet das Herz. Traditionell wird mit jedem Einzelnen in der Gruppe individuell gearbeitet (Mysore Stil), so dass alle Levels zusammen praktizieren können. 

 

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Im Gegensatz zu vielen anderen Yogatraditionen fördert Ashtanga Yoga nicht nur Flexibilität, sondern auch Kraft und Fitness. Die feste Abfolge bietet die Möglichkeit die Asanas (Körperstellungen) tiefer zu erfahren und auch die Unterschiede von Tag zu Tag festzustellen.

 

Die vier Prinzipien des Ashtanga Yoga:

 

  • Bei der Ujjayi-Atmung werden die Stimmritzen verengt, so dass ein rauschender Ton entsteht. Der Atem wird dabei in die Länge gezogen, gibt einen zusätzlichen Fokus bei der Praxis, macht den Atem hörbar und hat einen beruhigenden und zugleich aktivierenden Effekt.
  • Die Bandhas (Muskelverschlüsse; Mulah und Uddhijana Bandha) ähneln dem Powerhouse beim Pilates, die Atmung fließt in den ganzen Brustkorb.
  • Vinyasa ist die der Atmung folgende Bewegung. Es entsteht eine Synchronisation von Atem und Bewegung. Daher wird Ashtanga Yoga auch als der Tanz des Körpers mit dem Atem bezeichnet.
  • Drishti, der Blickpunkt, gibt einen weiteren Fokus und lässt den Blick nicht zu den Nachbarn schweifen, so dass Du ganz bei Dir und Deiner Praxis bleiben kannst. Die Augen sind beim Ashtanga Yoga offen.

 

 

Wenn Dir die Grundprinzipien nicht mehr neu sind und Du einen Teil der Abfolge bereits kennst, erlebst du den „Flow“ im Ashtanga Yoga – das Fließen von einer Asana zur nächsten und Ashtanga Yoga wird zu einer Meditation in Bewegung.

 

Bei regelmäßiger Praxis verändert sich der Körper merkbar. Er strukturiert sich neu. Muskulatur baut sich auf, das Bindegewebe strafft sich, die Taille wird schmäler, Du wirst kräftiger, stabiler und flexibler. Deine Körperwahrnehmung und –beherrschung, sowie Dein Gleichgewichtssinn verbessern sich. Deine Haltung wird aufrechter.

 

Eine aufrechte Haltung lässt Dich auch innerlich aufrichten. Die körperlich fordernden Bewegungen aktivieren Dich, die feste Abfolge in Kombination mit der Ujjayi-Atmung, Vinyasa und Drishti lassen Deinen Geist zur Ruhe kommen und machen ihn klar und frisch. Deine Konzentration verbessert sich. Gelassenheit kann sich einstellen.

 

Das Singen der Mantren zu Beginn und Ende der Ashtanga Yoga Sequenz, sowie ein hingebungsvolles Praktizieren öffnen das Herz und bringen eine tiefe Freude ins Leben.

 

Nimmst Du all dies achtsam wahr so kannst Du nach und nach die Achtsamkeit mehr in Dein Leben integrieren.

 

Unterrichtsstile:

  • Der Mysore Stil ist die traditionelle Unterrichtsmethode beim Ashtanga Yoga und spezifisch für diese Yogatradition. Sie ist nach der indischen Stadt Mysore benannt in der Pattabhi Jois, dem Ashtanga Yoga seinen Namen und seine Verbreitung verdankt, unterrichtete. Es handelt sich um Einzelunterricht in der Gruppe, d.h. Du praktizierst in Deinem eigenem Atemrhythmus die Ashtanga Yoga Abfolge, unabhängig von den anderen Teilnehmern, soweit es für Dich gerade angebracht ist. Dabei erhälst Du individuelle Hilfestellungen (Adjustments) und Tips und bekommst nach und nach die weiteren Asanas (Körperübungen) erklärt. Übende aller Levels können hierbei zusammen praktizieren. Neben dem eigentlichen Einzelunterricht bietet dieser Unterrichtsstil die Möglichkeit individuell, nach den jeweiligen Bedürfnissen des einzelnen, zu unterrichten.
  • Die klassische Led-Class ist für Fortgeschrittene, die die Abfolge bereits gut kennen und auch ein relativ gutes Fitness-Level aufgebaut haben, konzipiert. Hierbei werden nur noch die Asanas, das Counting (eine spezifische Zählweise) und die Atmung angesagt.
  • Im Westen haben sich geführte Klasse mit Ansagen in den verschiedensten Varianten etabliert.

 

"Ashtanga Yoga ist ein System von Körperübungen, die durch den Atem verbunden werden. Es kombiniert eine feste Abfolge fließender Bewegungen mit fokusierter innerer Achtsamkeit. Durch eigene Praxis und Selbstbeobachtung wird eine nichtwertende Haltung kultiviert. Diese friedvolle Qualität manifestiert sich in der fließenden Natur des Atems. Der Atem ist das Mittel mit dem Körper, Geist und Psyche beobachtet, gereinigt und transzendiert werden." (Matthew Sweeney)

 

Nicht nur Stars wie Madonna und Sting schwören auf diese schnörkellose Yogatradition. 

 

Die Tradition

 

Pattabhi Jois (1915-2009) hat diese dynamische Hatha Yogatradition bei Krishnamacharya (1888-1989), auf den viele der heutigen Yogatraditionen zurückgehen, gelernt. Er hat Ashtanga Yoga seinen Namen, nach dem 8-gliedrigen Pfad (Ashtau: Acht, Anga: Glieder) von Patanjali, gegeben.

 

Bei Beate Guttandin, einer der ersten Ashtanga Yogalehrenden in Deutschland, absolvierte ich 2008 die intensive Ashtanga Yoga Weiterbildung für ausgebildete Yogalehrer. Seitdem habe ich bei verschiedenen Lehrern gelernt, dabei auch einige Senior Teacher wie Nancy Gilgoff, die seit 1973 Ashtanga Yoga praktiziert, oder Manju Jois, dem ältesten Sohn von P. Jois.

 

David Robson erläutert in diesem Video anschaulich was Ashtanga Yoga ist und was seine Faszination ausmacht (Bitte laß dich nicht von der Flexibilität der Praktizierenden abschrecken. Wie D. Robson erklärt, ist es nicht das um was es geht. Die Praxis wird entsprechend der eigenen Befindlichkeit angepaßt):

Living the Practice: Ashtanga Yoga with David Robson 

"Ashtanga-Yoga is 99% practice and 1% theory"
(Sri K. Patthabi Jois)

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Ashtanga Yoga in Fürth

Sa, 21. Jan., 10:00-12:30

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